10.866 Athletinnen und Athleten, vier Renntage und ein internationales Spitzenfeld. Vom Sub-55 des Luke Greer bis zur Solo-Demonstration von Saskia Millard: Rückblick auf das katalanische Wochenende, das ein historisches HYROX-Wochenende abschloss.
Vier Tage Fitness Racing in der Fira Gran Via
Barcelona stand ein langes Wochenende lang im HYROX-Fieber. Vom 14. bis 17. Mai 2026 empfing die Fira Gran Via, das gewaltige Messezentrum im Südwesten der katalanischen Hauptstadt, 10.866 Athletinnen und Athleten aus über sechzig Ländern. Das mediterrane Klima, die Begeisterung eines zweisprachigen Publikums auf Katalanisch und Spanisch sowie der ausgesprochene Anspruch der Serie für die Saison 8: Alle Zutaten waren beisammen, um diese Station zu einer der prägendsten des Jahres zu machen. Und das Ergebnis kann sich sehen lassen: ein Teilnehmerrekord für eine spanische Station, Referenzzeiten und mehrere Leistungen, die in die Geschichte des Sports eingehen werden. Alle Klassements, Splits Station für Station und Athletenprofile findest du auf roxwall.fr/results/barcelona.
Pro Men: das Konzert des Luke Greer
Auf dem Papier versprach die Kategorie Pro Men ein offenes Duell unter den Stammgästen der Weltspitze. Auf der Strecke wurde daraus ein Konzert. Der Brite Luke Greer stellte seine Zeit auf 00:54:43 und lieferte damit die beste Einzelleistung des Wochenendes über alle Stationen hinweg. Der Schwede Hugo Hugemark bot ein geduldiges Rennen und sicherte sich Platz zwei in 00:55:47, knapp vor dem Lokalmatador Pedro Antonio Toral Leiva, Dritter in 00:55:53 unter dem Jubel seiner Landsleute.
- Luke Greer: 00:54:43 (GBR)
- Hugo Hugemark: 00:55:47 (SWE)
- Pedro Antonio Toral Leiva: 00:55:53 (ESP)
- Roberto Viciedo Gimeno: 00:55:55 (ESP)
- Erik Oscar Bøe: 00:56:20 (NOR)
- Lucas Lamoureux: 00:57:19 (FRA)
- Fergus Jenkins: 00:57:23 (GBR)
- Jude Reynolds: 00:57:29 (GBR)
- Kieron White: 00:57:45 (IRL)
- Jocelyn Pacewicz: 00:57:48 (FRA)
Bemerkenswert: vier Spanier in den Top 10 und die Leistung des Franzosen Lucas Lamoureux, der mit 00:57:19 auf Platz sechs liegt. Lucas bestätigt die Dynamik des französischen Fitness Racing, die bereits bei der Station Grand Palais im April gewürdigt wurde.
Pro Women: Saskia Millard in einer eigenen Liga
Wenn Luke Greer hart zugeschlagen hat, dann hat die Britin Saskia Millard das Rennen schlicht und ergreifend zermalmt: 00:57:24. Mehr als dreieinhalb Minuten Vorsprung auf die Zweitplatzierte, ein Abstand, wie man ihn in einer Pro-Frauen-Station selten zu sehen bekommt. Dabei stand Saskia ein dichtes Teilnehmerfeld gegenüber, unter anderem die Spanierin Manuela Garcia Caparros (01:01:02) und die Schweizerin Melanie Maurer (01:01:23). Sie spulte ihr Rennen jedoch mit entwaffnender Ruhe ab und steuerte ihre Splits vom SkiErg bis zu den finalen Wall Balls mit chirurgischer Regelmäßigkeit.
- Saskia Millard: 00:57:24 (GBR)
- Manuela Garcia Caparros: 01:01:02 (ESP)
- Melanie Maurer: 01:01:23 (SUI)
- Gabriella Moriarty: 01:01:50 (ENG)
- Monica Ferrer Pastor: 01:03:22 (ESP)
- Paige Summerton: 01:05:36 (GBR)
- Sallyann Morfouesse: 01:06:24 (FRA)
- Becky Beech: 01:06:31 (GBR)
- Daniela Couto: 01:06:44 (POR)
- Melania Timón Sierra: 01:07:26 (ESP)
Aus französischer Sicht schafft es Sallyann Morfouesse mit einem soliden 01:06:24 in die Top 10 des Tages. Eine Platzierung, die ihren Aufstieg im Pro-Zirkus bestätigt.
Open Men: Frankreich hisst die Fahne mit Gaetan Gianni
Die Kategorie Open Men hat die größte Überraschung des Wochenendes geliefert. Der Franzose Gaetan Gianni gewann nicht nur, er stellte mit 00:53:44 auch die beste Open-Zeit der Saison 8 auf. Eine Minute schneller als der Pro-Sieger: Die Leistung beeindruckt und befeuert bereits die Debatte um seinen baldigen Aufstieg in die Pro-Kategorie. Hinter ihm beendet der Spanier Emilio Aguayo das Rennen in 00:56:38, und ein zweiter Franzose, Loic Cebelieu, komplettiert das Podium in 00:57:17.
- Gaetan Gianni: 00:53:44 (FRA)
- Emilio Aguayo: 00:56:38 (ESP)
- Loic Cebelieu: 00:57:17 (FRA)
- Ferran Bochaca Sabarich: 00:57:24 (ESP)
- Alberto Casado Aroca: 00:57:38 (ESP)
Open Women: Sieg für Spanien
Bei den Open-Frauen nutzte die Spanierin Marta Izquierdo Ayuso ihre Chance vor heimischem Publikum in 01:03:59, vor der Deutschen Julia Ernst (01:05:03) und der Britin Michela Borzoni (01:05:57).
- Marta Izquierdo Ayuso: 01:03:59 (ESP)
- Julia Ernst: 01:05:03 (GER)
- Michela Borzoni: 01:05:57 (GBR)
- Lisa Gillman: 01:06:23 (IRL)
- Cristina Villarreal: 01:07:03 (MEX)
Pro Doubles: Charlie Botterill und Jake Dearden knacken die 49-Minuten-Marke
Es ist wahrscheinlich die Leistung des Jahres. Das britische Duo Charlie Botterill und Jake Dearden stellte eine stratosphärische Zeit von 00:48:05 auf, eine der besten je in Pro Doubles erzielten Zeiten. Beide Athleten, schon vor einigen Saisons Weltmeister in dieser Kategorie, beherrschten das Rennen von Anfang bis Ende. Keine Überraschung also, sondern eine Demonstration dessen, was Komplementarität auf höchstem Niveau hervorbringen kann. Das iberische Duo Roberto Viciedo Gimeno und Pedro Antonio Toral Leiva, bereits in der Einzelwertung stark, holt mit 00:50:45 Silber, mehr als zwei Minuten dahinter.
Pro Doubles Men, Top 5
- Charlie Botterill / Jake Dearden: 00:48:05
- Roberto Viciedo Gimeno / Pedro Antonio Toral Leiva: 00:50:45
- Aitor Lizarazu Hormilla / Igor Arruti Salgado: 00:51:12
- Clément Gau / David Gosse: 00:51:36
- Dominik Fechner / Kieron White: 00:52:18
Pro Doubles Women, Top 5
- Gabriella Moriarty / Zara Piergianni: 00:56:12
- Kate Davey / Jess Towl: 00:57:26
- Susana Alonso Domínguez / Manuela García Caparrós: 00:57:49
- Melanie Maurer / Céline Von Potobsky: 00:57:54
- Elli Robinson / Poppy Robinson: 00:59:08
Gabriella Moriarty legt nach ihrem vierten Platz im Einzel nach und holt mit Zara Piergianni in 00:56:12 den Doppelschlag in Pro Doubles. Ein Auftritt auf höchstem Niveau.
Klassische Doubles: die Mixed Doubles in Feierlaune
Die Doubles-Formate, das bevorzugte Spielfeld der Box-Duos, brachten knapp 5.600 Athletinnen und Athleten zusammen. Bei den Männern verfehlte das Duo Alex Escudero / Jon Iriondo mit 00:51:27 die Sub-51 nur knapp. Bei den Frauen führten Nerea Izcue / Rebecca Grace Downing-Holmes das Feld in 01:02:10 an. Die besonders gut besetzte Mixed-Kategorie sah Gloria Corbetta und Samuele Carlo Ayrton Abrami in 00:53:19 ein dichtes Feld anführen, gefolgt von Antonio Hoff und Justine Pacheco (00:53:56) sowie Julie Albert / Romain Chamayou Brien (00:54:04). Die ersten drei Duos liegen innerhalb einer Minute, Zeichen eines extrem dichten Teilnehmerfelds.
Die Zahlen zum HYROX Barcelona 2026
- 10.866 Teilnehmer verteilt auf vier Tage, vom 14. bis 17. Mai 2026.
- Andrangsspitze am Donnerstag, 14. Mai, mit 2.982 Athleten auf der Strecke.
- Drei dominierende Nationen: Spanien (1.154), Frankreich (943), Großbritannien (655).
- Beste Einzelzeit außerhalb der Pro-Kategorie: Gaetan Gianni in 00:53:44, schneller als der Pro-Sieger.
- Beste Zeit Pro Doubles: Charlie Botterill und Jake Dearden in 00:48:05, eine der Saison-Bestmarken.
- Über 5.600 Athleten im Doubles-Format: Katalonien bestätigt den Team-Trend.
Und jetzt? Die Serie nimmt schon wieder Fahrt auf
Diese Doppelstation Barcelona-Heerenveen markiert einen Wendepunkt in der Saison 8. Die Augen richten sich bereits auf die nächsten Termine vor den Weltmeisterschaften. Die Dichte des europäischen Niveaus beeindruckt, und die Bestätigung französischer, spanischer und britischer Talente lässt auf ein spektakuläres Saisonfinale hoffen.
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