Der amtierende zweifache Weltmeister Tim Wenisch gewinnt zu Hause bei den Pro Men (54:50) und im Pro Doubles. Lea Sophie Pommerening bleibt erneut unter der Stunde, und Tempelhof verzeichnet mit 14.155 Athleten einen Rekord.
Manche Rennen darf ein Athlet einfach nicht verlieren. Für Tim Wenisch, den amtierenden zweifachen Weltmeister, bedeutete HYROX Berlin, das heimische Terrain zu verteidigen. Der 26-jährige Deutsche ließ sich nicht beirren: 54 Minuten und 50 Sekunden für den Titel bei den Pro Men, gefolgt von einem zweiten Sieg gleich am Tag darauf im Pro Doubles. Auf dem Asphalt des ehemaligen Flughafens Tempelhof, vor mehr als 14.000 Athleten aus ganz Europa, war Deutschland Gastgeber für HYROX im ganz großen Stil.
Offizielles HYROX Bildmaterial, Flughafen Tempelhof, Berlin.
Tempelhof, 14.155 Athleten: eine Rekordteilnahme
Schon die Kulisse erzählt eine Geschichte. HYROX Berlin 2026 fand in den Hangars von Tempelhof statt, dem 2008 geschlossenen Berliner Flughafen, der seither als eine der größten Eventflächen Europas neu aufgelebt ist. Unter den stählernen Gewölben, in denen einst die Flugzeuge der Luftbrücke von 1948 landeten, reihten die Veranstalter die Stationen so weit auf, wie das Auge reichte.
Die Zahlen bestätigen die Dimension. 14.155 Athleten waren für die Ausgabe 2026 gemeldet, gegenüber 10.577 ein Jahr zuvor. Das ist ein Plus von 34 % in zwölf Monaten und eine der größten Teilnehmerzahlen der gesamten europäischen Saison. Um das Volumen zu bewältigen, verteilte HYROX die Rennen auf zwei Wochenenden, vom 22. bis 25. Mai und vom 28. bis 31. Mai. Eher ein Festivalformat als ein einzelner Wettkampf.
Die Aufteilung nach Format zeigt die Reife des deutschen Marktes:
- Doubles (Paare): mehr als 7.100 Athleten, mit Abstand das beliebteste Format
- HYROX Einzel (Open): knapp 5.300 Starter
- Pro (schwere Lasten, Elite): mehr als 1.270 Athleten
- Pro Doubles, Team Relay und Adaptive vervollständigen das Feld
Auf heimischem Boden dominierte Deutschland wenig überraschend die Startlisten mit mehr als 3.400 Athleten, vor dem Vereinigten Königreich (rund 580) und Frankreich (300). Eine lokale Welle, die sich direkt bis auf die Podien fortsetzte.
Tim Wenisch hält zu Hause stand
Er war der Favorit, und er lieferte. Tim Wenisch kommt von einem legendären Jahr 2025: gekrönt zum Elite-Weltmeister in Chicago in 53:53 (fünf Sekunden vor Hunter McIntyre), dann zwei Tage später Weltmeister im Doubles an der Seite von Jannik Czapla. Als Sportwissenschaftler aus dem bayerischen Allgäu bestreitet er HYROX seit 2018.
In Berlin hatte er alles im Griff. Seine Zeit von 54:50 brachte ihm den Titel bei den Pro Men mit zehn Sekunden Vorsprung auf den Australier James Kelly ein. Die Spitze des Feldes entschied sich in Sekunden:
- 1. Tim Wenisch (GER): 54:50
- 2. James Kelly (AUS): 55:00
- 3. Maarten Enthoven (NED): 55:17
- 4. Krystian Poremba (POL): 55:36
- 5. Paul Weindl (GER): 56:18
Der beste Franzose bei den Pro Men, Willy Georges, holte einen starken zehnten Platz in 57:24, weniger als drei Minuten hinter dem Weltmeister.
Das Double: Wenisch und Czapla gewinnen souverän das Pro Doubles
Vierundzwanzig Stunden nach seinem Einzeltitel war Wenisch wieder auf dem Asphalt, diesmal mit Jannik Czapla, dem Partner, mit dem er 2025 die Welt erobert hatte. Das Duo beendete das Pro Doubles in 49:43, als einziges Pro-Team unter fünfzig Minuten. Hinter ihnen vervollständigten Paul Weindl und Fabian Eisenlauer (51:25) sowie die Briten Graham Halliday und Liam McRoary (52:30) das Podium. Für Wenisch ein perfektes Wochenende: zwei Rennen, zwei Siege, zu Hause.
Lea Sophie Pommerening bleibt wieder unter der Stunde
Im Pro-Feld der Frauen lieferte die Deutsche Lea Sophie Pommerening die herausragende Leistung des Wochenendes. Ihre Zeit von 59:23 bringt sie in einen winzigen Kreis: Bis heute haben nur eine Handvoll Frauen je ein HYROX Pro unter einer Stunde absolviert. Wochen nach ihrem Sieg in Bologna (59:25) bestätigt sie ihren Platz an der absoluten Weltspitze.
- 1. Lea Sophie Pommerening (GER): 59:23
- 2. Gabriella Moriarty (GBR): 1:01:06
- 3. Henrike Mauersberger (GER): 1:01:41
- 4. Alice Jones (GBR): 1:02:01
- 5. Tanja Stroschneider (AUT): 1:03:21
Fabian Eisenlauer läuft die schnellste Zeit des gesamten Events
Die beeindruckendste Zeit in Berlin wurde nicht im Pro gelaufen, sondern im Open. Fabian Eisenlauer, der eine der schnellsten Open-Zeiten der HYROX Geschichte hält, absolvierte sein Einzelrennen in 51:40. Schneller als jeder Pro-Teilnehmer, die Männer eingeschlossen. Eine Erinnerung daran, dass die Grenze zwischen Open und Pro manchmal eher eine Frage der Kategoriewahl als des tatsächlichen Niveaus ist.
- 1. Fabian Eisenlauer (GER): 51:40
- 2. Rik Beugel (NED): 55:51
- 3. Tobias Riker (GER): 56:45
- 4. Christof Brenner (GER): 57:37
- 5. Robert Livesey (GBR): 58:05
Bei den Open Women dominierte die Amerikanerin Abbie Lucas in 1:05:07, vor einem deutschen Quartett angeführt von Anette Schmitt (1:06:12) und Judith Schwarz (1:06:20).
Doubles: die Sutherland-Brüder und ein schwedisches Duo geben den Ton an
Im Doubles-Format, dem beliebtesten des Events, dominierten die Briten Harry und Ben Sutherland bei den Männern in 49:29, dem einzigen Paar unter fünfzig Minuten. Das Mixed Doubles brachte einen rein französischen Sieg: Apolline Cardon und Willy Georges holten es in 52:34, vor Gustav Kvarnbrink und Moa Lundgren (53:40). Für Willy Georges war es ein riesiges Wochenende, denn er belegte zudem Platz zehn bei den Pro Men. Bei den Frauen führten Svenja Sommer und Maike Lea Nitsch in 59:35, nur Sekunden hinter der symbolischen Ein-Stunden-Marke.
- Doubles Men: Harry und Ben Sutherland 49:29
- Mixed Doubles: Apolline Cardon und Willy Georges (FRA) 52:34
- Doubles Women: Svenja Sommer und Maike Lea Nitsch 59:35
- Pro Doubles Women: Holly Archer und Saskia Millard 56:43
Das französische Aufgebot mittendrin
Dreihundert französische Athleten machten sich auf den Weg nach Berlin. Allen voran behaupteten sich Willy Georges (Pro, 57:24) und Valentin Darthout (Pro, 58:17) in der Elite. Im Open lagen Axel Biardeau (59:42) und Brice Roques (1:00:32) dicht an der Ein-Stunden-Schallmauer, ein Beleg dafür, dass das französische Amateurniveau von Rennen zu Rennen weiter steigt.
Alle Ergebnisse von HYROX Berlin 2026
Sämtliche Ranglisten, nach Division, nach Geschlecht, nach Altersklasse, sind auf ROXWALL verfügbar: HYROX Berlin 2026 Ergebnisse. Du kannst jeden Athleten nach Namen suchen und seine 16 Stationszeiten einsehen, die 8 Läufe und die 8 Stationen, um genau zu verstehen, wie jede Leistung zustande kam.
Berlin ist Teil einer besonders dicht gedrängten HYROX Saison 2025-2026. Um durch die kommenden Rennen zu navigieren, listet unser HYROX 2025-2026 Kalenderguide jedes anstehende Event auf.
Rahme deinen HYROX Berlin
In Tempelhof gestartet? Dein Finisher-Patch verdient Besseres als eine Schublade. Bei ROXWALL fertigen wir personalisierte sechseckige Rahmen in Frankreich, mit deinem Namen, deiner Zeit und deinen Farben, gemacht, um dein HYROX Badge zu halten und an die Wand zu bringen. Mehr als 1.100 Athleten vertrauen uns bereits, ihr Rennen in eine bleibende Erinnerung zu verwandeln.
Und dein Patch, wo ist er?
Du hast die Ziellinie überquert, jetzt zeig's. Bau deinen individuellen hexagonalen Rahmen und verwandle deine HYROX-Leistung in Wandkunst.
MEINEN RAHMEN BAUEN