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HYROX Heerenveen 2026: Louis Osselaer glänzt in Thialf, die Niederlande in voller Stärke
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HYROX Heerenveen 2026: Louis Osselaer glänzt in Thialf, die Niederlande in voller Stärke

17. Mai 2026ROXWALL5 min

Thialf, Tempel des Eisschnelllaufs, verwandelt sich in eine HYROX-Arena. 8.628 Athletinnen und Athleten, ein niederländischer Heimsieg und der Auftritt einer olympischen Legende in den Doubles: Bericht einer Station, die anders war als die anderen.

Thialf: vom olympischen Eis zum Fitness Racing

Heerenveen ist für niederländische Sportfans keine Stadt wie jede andere. Hier, in der Eishalle Thialf, wurden einige der größten Kapitel des weltweiten Eisschnelllaufs geschrieben. Vier Tage lang, vom 14. bis 17. Mai 2026, empfing dieser olympische Tempel eine ebenso anspruchsvolle, aber deutlich jüngere Disziplin: HYROX. Und das Konzept ist aufgegangen. 8.628 Athletinnen und Athleten füllten das in einen Fitness-Racing-Parcours verwandelte Eisoval, in einer Stimmung, die Stammgäste schnell zu einer der verrücktesten der Saison erklärten. Sämtliche Klassements und Splits Station für Station findest du auf roxwall.fr/results/heerenveen.

HYROX

Offizielles HYROX-Foto.

Pro Men: Louis Osselaer dreht das Spiel um

Die Kategorie Pro Men kündigte sich auf niederländischem Boden als Duell zwischen Belgiern und Niederländern an. Der Belgier Louis Osselaer übernahm die Führung mit einer soliden Zeit von 00:54:09, der besten Pro-Men-Zeit der Station und der fünftbesten Pro-Leistung der Saison 8. Hinter ihm retteten zwei Niederländer die Ehre der Gastgeber: Sam Schoeman in 00:54:58 und Maarten Enthoven in 00:55:44.

  1. Louis Osselaer: 00:54:09 (BEL)
  2. Sam Schoeman: 00:54:58 (NED)
  3. Maarten Enthoven: 00:55:44 (NED)
  4. Thierry Willigenburg: 00:57:04 (NED)
  5. Ward Lemmelijn: 00:57:10 (BEL)
  6. Jesse Owen: 00:57:22 (GBR)
  7. Luc van Overdam: 00:57:28 (NED)
  8. Toby Wilson: 00:57:41 (GBR)
  9. Marc Dean: 00:57:49 (GBR)
  10. Thierry Delalonde: 00:57:59 (FRA)

Fünf Niederländer in den Top 10 und der Franzose Thierry Delalonde, der sich mit einer Sub-58 auf Platz 10 schiebt. Der Lokalmatador Louis Osselaer, gebürtig vom nahen flämischen Ufer, hat dieses Rennen in eine technische Vorstellung verwandelt.

Pro Women: Deutschland holt ein Podium in Schwarz-Rot-Gold

Die Pro Women lieferten eines der stärksten Bilder des Wochenendes: alle drei Podiumsplätze in deutscher Hand. Seka Arning bestätigte ihren Status als feste Größe der Serie mit 00:59:25, vor Jana Lebenstedt (01:00:19) und Henrike Mauersberger (01:02:56). Drei Athletinnen, drei verschiedene Schulen, aber dieselbe Strenge im Renn-Pacing.

  1. Seka Arning: 00:59:25 (GER)
  2. Jana Lebenstedt: 01:00:19 (GER)
  3. Henrike Mauersberger: 01:02:56 (GER)
  4. Meike Klomp: 01:04:24 (NED)
  5. Rozemijn Wiersema: 01:05:27 (NED)
  6. Charlotte VandeNlindenloof: 01:05:29 (BEL)
  7. Carolina Silva: 01:05:46 (POR)
  8. Anne Stellaard: 01:05:53 (NED)
  9. Jildau Hoekstra: 01:06:00 (NED)
  10. Marine Christmann: 01:06:02 (FRA)

Die Französin Marine Christmann schafft es mit 01:06:02 in die Top 10. Eine Platzierung am Ende eines klug gesteuerten Rennens, ohne Hektik.

Open Men: die Locals in Feierlaune

Bei den Open Men entfachte der Niederländer Jordi Fuhler das Heimpublikum mit einem Sieg in 00:55:36, vor dem Deutschen Moritz Kümmeler (00:56:52) und dem Iren Caolan Clancy (00:58:29).

  1. Jordi Fuhler: 00:55:36 (NED)
  2. Moritz Kümmeler: 00:56:52 (GER)
  3. Caolan Clancy: 00:58:29 (IRL)
  4. Lloyd Mulholland: 00:58:55 (GBR)
  5. Wouter Bakhuis: 00:58:56 (NED)

Open Women: Marianne Koster bringt Thialf zum Beben

Sieben Niederländerinnen in den Top 10. Das sagt schon einiges darüber aus, wie sehr das Publikum mit seinen Athletinnen mitfieberte. Der Sieg ging an Marianne Koster (01:05:28), vor der Belgierin Ansofie Mertens (01:06:49) und Nienke Van Dijk (01:07:01).

  1. Marianne Koster: 01:05:28 (NED)
  2. Ansofie Mertens: 01:06:49 (BEL)
  3. Nienke Van Dijk: 01:07:01 (NED)
  4. Roos van Aalderen: 01:07:03 (NED)
  5. Afke Rijpkema: 01:07:21 (NED)

Pro Doubles: Osselaer legt im Duo nach, und Erben Wennemars taucht auf

Nur wenige Stunden nach seinem Einzelsieg kehrte Louis Osselaer mit Emile Mattheeuws zurück und setzte sich in den Pro Doubles Men in 00:49:28 durch. Eine Demonstration in Physis und Taktik. Die Niederländer Thierry Willigenburg / Hidde Weersma waren mit 00:49:51 jedoch nicht weit weg. Und das Sahnehäubchen: der fünfte Platz des Duos Ronald Mulder und Erben Wennemars. Ja, eben jener Wennemars, olympische Medaille im Eisschnelllauf, absolute Legende von Thialf, der sich in 00:55:37 einen HYROX-Tag gönnte. Wenn ein Olympiasieger in einer Disziplin, die es zu seiner Zeit noch gar nicht gab, in seiner Heimat zum Rennen zurückkehrt, dann erlebt man einen historischen Moment.

Pro Doubles Men, Top 5

  1. Louis Osselaer / Emile Mattheeuws: 00:49:28
  2. Thierry Willigenburg / Hidde Weersma: 00:49:51
  3. Cem ter Burg / Maarten Enthoven: 00:51:06
  4. Luc van Overdam / Kees Aardenburg: 00:52:42
  5. Björn Looijen / Sam Schoeman: 00:53:01

Pro Doubles Women, Top 5

Bei den Frauen führten Rebecca Frank und Seka Arning das Rennen in 00:55:55 an, knapp vor Michaela Disseldorp und Iza Tulkens (00:56:52). Ein hochklassiges Duell zwischen Deutschland und den Benelux-Ländern, das die Farbe des Wochenendes gut zusammenfasst.

  1. Rebecca Frank / Seka Arning: 00:55:55
  2. Michaela Disseldorp / Iza Tulkens: 00:56:52
  3. Tegan Frizelle / Naomi Patel: 00:59:41
  4. Isabelle Hoffmann / Jessica Schaaf: 01:00:53
  5. Stephanie McInnes / Megan Richardson: 01:01:21

Mixed Doubles: das große Finale

Für viele sind die Mixed Doubles das emotionale Herzstück eines HYROX-Wochenendes. In Thialf waren es Tom Franssens und Senna Gimenez, die in 00:52:38 ins Ziel kamen, vor Patrick Martens / Jana Lebenstedt (die Nummer 2 der Pro Women in einem beeindruckenden Doppel, 00:53:45) und Johann und Rebecca Frank (00:55:38).

Die Zahlen zum HYROX Heerenveen 2026

  • 8.628 Teilnehmer vom 14. bis 17. Mai 2026 in der ikonischen Halle von Thialf.
  • Andrangsspitze am Donnerstag, 14. Mai, mit 2.642 Athleten auf der Strecke.
  • Beeindruckende niederländische Dominanz: 3.147 lokale Athleten, also mehr als ein Drittel des gesamten Feldes.
  • Beste Pro-Men-Zeit: Louis Osselaer in 00:54:09.
  • Drei Deutsche auf dem Pro-Women-Podium: ein seltenes Ereignis in der jüngeren Geschichte der Serie.
  • Bemerkenswerter Auftritt von Erben Wennemars, Legende des niederländischen Eisschnelllaufs, in den Pro Doubles.

Und jetzt? Kurs auf den Rest der Saison

Heerenveen schließt diese Doppelwelle Mai 2026 mit einer emotionalen Note ab. Der Auftritt in Thialf, abseits der gewohnten HYROX-Hallenstandards, wird in Erinnerung bleiben. Die Niederländer haben bestätigt, dass sie eine aufstrebende Nation im Fitness Racing sind, und die Deutschen haben daran erinnert, dass sie kollektiv die aktuelle europäische Referenz darstellen.

Alle Ergebnisse vom HYROX Heerenveen 2026 ansehen

Um dein Rennen noch einmal zu erleben, deine Splits zu vergleichen oder eine Freundin zu verfolgen: Sämtliche Klassements und Athletenprofile findest du auf roxwall.fr/results/heerenveen. Filtere nach Division, Alter oder Nationalität.

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